Die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) hat neue allgemeine Zulassungsstandards genehmigt, die den Prozess zur Einführung von Krypto-Exchange-Traded Funds (ETFs) in den Vereinigten Staaten erheblich vereinfachen. Dieser regulatorische Wandel bedeutet, dass Börsen wie Nasdaq, NYSE Arca und Cboe jetzt Spot-Krypto-ETFs listen können, ohne für jedes Produkt eine individuelle Genehmigung der SEC einholen zu müssen, sofern diese ETFs spezifische Zulassungskriterien erfüllen.
Die aktualisierten Regeln sollen Innovationen fördern und den Zugang zu digitalen Vermögensanlageprodukten erweitern. Durch die Verkürzung der Genehmigungsdauer von fast acht Monaten auf nur 75 Tage hat die SEC es Vermögensverwaltern erheblich erleichtert und beschleunigt, Krypto-ETFs auf den Markt zu bringen. Diese Entwicklung wird voraussichtlich eine Welle neuer Krypto-ETFs auslösen, die nicht nur Bitcoin und Ethereum verfolgen, sondern auch andere digitale Vermögenswerte wie Solana, XRP, Litecoin und Dogecoin.
Um unter den neuen Standards qualifiziert zu werden, muss ein Krypto-ETF ein zugrunde liegendes Vermögen halten, das entweder an einem Markt mit etablierten Überwachungsmechanismen gehandelt wird oder einen damit verbundenen Futures-Vertrag hat, der seit mindestens sechs Monaten mit einer Überwachungsvereinbarung gelistet ist. In einigen Fällen kann ein ETF auch berechtigt sein, wenn er eine Ware verfolgt, die bereits in einem anderen ETF enthalten ist, der erheblich exponiert ist und an einer nationalen Börse gelistet ist. Wenn ein vorgeschlagener ETF nicht in diese Kriterien passt, können die Börsen weiterhin eine Genehmigung durch einen separaten Regelantrag beantragen.
Diese Änderungen haben bereits zur Genehmigung wichtiger Produkte wie dem Grayscale Digital Large Cap Fund und Optionen, die an den Cboe Bitcoin U.S. ETF Index gebunden sind, geführt, wodurch das Angebot für Investoren weiter diversifiziert wird. Die Einführung von Mechanismen zur In-Kind-Schaffung und -Rücknahme, die den direkten Austausch von Krypto-Vermögenswerten ermöglichen, soll auch die Transaktionskosten senken und die Effizienz im ETF-Markt verbessern.
Während SEC-Beamte diesen Schritt als Möglichkeit loben, die US-Kapitalmärkte an der Spitze der digitalen Vermögensinnovation zu halten und die Auswahlmöglichkeiten für Investoren zu maximieren, haben einige Regulierungsbehörden Bedenken hinsichtlich der potenziellen Risiken für Investoren geäußert, insbesondere da eine größere Vielfalt an Krypto-ETFs leicht verfügbar wird.
Insgesamt stellt die Genehmigung der allgemeinen Zulassungsstandards durch die SEC einen transformativen Moment für die US-Krypto-Industrie dar, der den Weg für eine breitere institutionelle Teilnahme, erhöhte Marktlegitimität und eine verbesserte Preisfindung ebnet, während digitale Vermögenswerte weiterhin in den Mainstream vordringen.
